Enable javascript in your browser for better experience. Need to know to enable it? Go here.
In diesem Kapitel befassen wir uns damit, unseren eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern. Dazu nutzen wir Technologien, um die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu erkennen und abzumildern. 

Bewältigung einer systemischen und gemeinsamen globalen Krise

 

Auch wenn er in letzter Zeit von der COVID-19-Pandemie (1) überschattet wurde, ist der Klimawandel die bei weitem größte und dringendste Herausforderung für die Menschheit. Die negativen Auswirkungen der globalen Erwärmung sind bereits offensichtlich und beschleunigen sich. Es besteht dringender und konkreter Handlungsbedarf, um die schlimmsten Szenarien zu vermeiden, zu denen auch die völlige Zerstörung des einzigen Ökosystems gehört, das die Menschheit bewohnen kann. 

 

Um die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken zu mindern, müssen Unternehmen, Regierungen und Einzelpersonen gleichermaßen ihre Arbeits- und Verhaltensweisen ändern. Ein tragfähiger Übergang muss auf kollektivem Handeln und der Erkenntnis beruhen, dass nicht alle von uns gleichermaßen für die Auswirkungen des Klimawandels verantwortlich oder von ihnen betroffen sind. Ein Großteil der Verschmutzung und des Ressourcenabbaus, die für den Temperaturanstieg verantwortlich sind, geht auf das Konto der Industrieländer. Die Wiedergutmachung dieser Schäden durch diese Länder muss Teil jeder Übergangsstrategie sein, neben Plänen und Ressourcen, die nachhaltigere Formen der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung ermöglichen.

Amanda Ting
Thoughtworks ist auf dem Weg, in den nächsten Jahren die Auswirkungen unseres Handelns auf das Klima sorgfältig zu untersuchen. Auch wenn dies nur ein kleiner Beitrag zum allgemeinen Klimaproblem ist, hoffen wir, dass wir mit unseren Kund:innen, Partner:innen und der gesamten Branche in Kontakt treten können, um die Wirkung zu verstärken. Wir werden unsere Mitarbeiter:innen und unser Unternehmen in die Lage versetzen, das Thema Nachhaltigkeit bei unserer Arbeit und unserem Leben zu berücksichtigen und neue, kreative Wege zu finden, um unseren CO2-Fußabdruck zu verkleinern.
Amanda Ting
Sustainability Global Programme Lead, Thoughtworks
Thoughtworks ist auf dem Weg, in den nächsten Jahren die Auswirkungen unseres Handelns auf das Klima sorgfältig zu untersuchen. Auch wenn dies nur ein kleiner Beitrag zum allgemeinen Klimaproblem ist, hoffen wir, dass wir mit unseren Kund:innen, Partner:innen und der gesamten Branche in Kontakt treten können, um die Wirkung zu verstärken. Wir werden unsere Mitarbeiter:innen und unser Unternehmen in die Lage versetzen, das Thema Nachhaltigkeit bei unserer Arbeit und unserem Leben zu berücksichtigen und neue, kreative Wege zu finden, um unseren CO2-Fußabdruck zu verkleinern.
Amanda Ting
Sustainability Global Programme Lead, Thoughtworks

Diese Überlegungen sind ein wichtiger Teil unserer Roadmap für den Klimawandel, den wir derzeit entwickeln, um sicherzustellen, dass unsere Ambitionen in die Tat umgesetzt werden. Wir arbeiten daran, ein genaueres Bild von unserem CO2-Fußabdruck zu erhalten und Wege zu finden, ihn zu verringern. Wir berücksichtigen die Überlegungen zum Umweltschutz auch in der Technologie, die wir entwickeln, und führen zu diesem Zweck Lösungen wie unser Green Cloud-Angebot ein, die das Potenzial haben, einen direkten Beitrag zur Verringerung von Emissionen zu leisten. 

 

In den nächsten fünf Jahren wollen wir nachhaltige Technologiealternativen für Kund:innen und Partner:innen ausbauen, zu globalen und lokalen Netzwerken beitragen, die sich für die Eindämmung des Klimawandels einsetzen, und unterrepräsentierte Stimmen in diese wichtige Diskussion einbringen.

In der Praxis

 

Der Klimawandel ist ein vielschichtiges Thema. Wir arbeiten parallel an mehreren Maßnahmen, um unsere Umweltauswirkungen zu verringern und gemeinsam mit Partner:innen den Übergang zu ausgewogeneren Formen des Wachstums zu beschleunigen.

Decorative image: Thoughtworker in Brazil staring at the camera, with a faded rainbow in the background Decorative image: Thoughtworker in Brazil staring at the camera, with a faded rainbow in the background

Verpflichtung zur Dekarbonisierung im Jahr 2019

Maßnahmen des Privatsektors sind entscheidend, um eine Klimakatastrophe abzuwenden. Im Jahr 2019 haben wir uns mit anderen führenden Unternehmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen, einer gemeinsamen Partnerschaft des Carbon Disclosure Project (CDP), des United Nations Global Compact, des World Resources Institute und des Worldwide Fund for Nature. Die SBTi-Initiative soll Unternehmen dabei helfen, das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Emissionsreduzierungen zu bestimmen, die sie vornehmen müssen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.

Im Einklang mit der SBTi untersuchen wir eine breite Palette von Datenkategorien, von Reisen und Stromverbrauch bis hin zu Bereichen wie dem Kältemittelverbrauch in unseren Büros weltweit. Diese Daten werden uns dabei helfen, die besten Orte für ehrgeizige Emissionsminderungsziele zu ermitteln und unsere Roadmap von dort aus zu steuern. Es gehört zu unserer Unternehmenskultur, das Gesamtbild zu verstehen, anstatt vorschnell unrealistische oder möglicherweise wenig wirksame Versprechen zu machen. Die Sorgfalt und Überlegung, die wir beim Aufbau des Programms an den Tag legen, wird sicherstellen, dass wir die richtigen Prioritäten setzen und unsere Verpflichtungen einhalten oder übertreffen.

 

Eine Technologieplattform zur Förderung der UN-SDGs

 

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) sind ein wichtiger Entwurf für eine gerechtere, ökologisch verträglichere und friedlichere Welt, und wir unterstützen die Verwirklichung der SDGs mit einem Großteil unserer Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit und sozialer Wandel.

 

Diese Verbindung zeigte sich kürzlich in einer Partnerschaft mit der US Coalition on Sustainability (USCS), einer innovativen gemeinnützigen Organisation, die Unternehmen, Investor:innen und anderen Stakeholdern, die sich für die SDGs engagieren, durch den Einsatz von Technologie helfen will, zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen.

In Zusammenarbeit mit USCS haben wir eine Beta-Version vonSustainChain™ ­gestartet, einer bahnbrechenden Peer-to-Peer-Plattform, die Marken, Innovator:innen und Impact-Investor:innen zusammenbringt, um Herausforderungen und bewährte Verfahren auszutauschen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu finden. SustainChain™ ermöglicht es den Teilnehmer:innen, die Fortschritte bei der Erreichung bestimmter SDGs zu verfolgen und sogar Lösungen zu finden, die finanziert, erprobt und skaliert werden können. Die Initiative wurde Ende 2020 auf der UN-Generalversammlung öffentlich vorgestellt und findet in der Branche immer mehr Anklang.

Nachhaltigkeit in die Cloud bringen

Die Cloud-Architektur hat enorme Flexibilitäts- und Skalierbarkeitsgewinne ermöglicht, die jedoch mit erheblichen Umweltkosten verbunden sind, wenn sie nicht richtig optimiert werden. Rechenzentren sind für etwa 1% der weltweiten Strom- und Treibhausgas­emissionen verantwortlich (2), und dieser Anteil wird mit dem steigenden Datenvolumen wahrscheinlich noch zunehmen.

Die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsanforderungen in die Cloud-Strategie kann nicht nur Kosten­einsparungen, sondern auch beträchtliche ökologische Vorteile mit sich bringen. Intern und bei unserer Arbeit mit Kund:innen setzen wir eine grüne Cloud-Optimierung ein, um die Kohlenstoffemissionen und Cloud-Ausgaben zu reduzieren.

 

Unsere neue Open-Source-Lösung Cloud Carbon Footprint bietet die Transparenz und die Werkzeuge zur Messung und Überwachung von Cloud-Nutzungsdaten und hilft Teams bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsmetriken, die mit den Stakeholdern geteilt werden können. Unser Team ermittelt die Bereiche, auf die man sich konzentrieren sollte, um die höchsten Erträge in Bezug auf Umwelt und Investitionen zu erzielen, und sucht nach Möglichkeiten, die Nutzung der Cloud neu zu konfigurieren, zu optimieren oder neu zu gestalten, sowie die SaaS-Nutzung zu überprüfen, um umweltfreundlichere Alternativen oder umweltfreundlichere Wege der Nutzung von Anbietern vorzuschlagen.

Donut chart showing a cloud icon and 92%
Die Ausgaben von Unternehmen für die Public Cloud zeigen keine Anzeichen einer Verlangsamung, wobei einige Arten von Cloud-Ausgaben um 92% pro Jahr steigen.
Donut chart showing a electricity symbol and 8%
Auf die IKT-Branche werden voraussichtlich bis 2030 8% des gesamten Strombedarfs entfallen – eine 15-faceh Steigerung im Vergleich zu 2010.
Donut chart showing a world icon and 2-6%
Die IKT-Branche hat seit 2007 mit 2 - 6% zu den Treibhausgasemissionen begetragen – ebenso viel wie der Flugverkehr.
Donut chart showing a calendar and 45%
Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen, muss die Branche ihre Kohlenstoffemissionen in den nächsten 10 Jahren um 45% reduzieren.

Wichtig ist dabei auch, dass die Entwicklungsteams in die Lage versetzt werden, neue Best Practices für die grüne Cloud-Optimierung zu entwickeln und auszuführen, damit die Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Cloud weiter voranschreiten können.

So treiben wir den sozialen Wandel voran