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Die globale Technologieberatung ThoughtWorks hat die 24. Ausgabe ihres Technology Radar veröffentlicht. Der Report rät Unternehmen angesichts der zunehmenden Verfügbarkeit von konsolidierten Toolsets dazu, sorgfältig auszuwählen, welche Features der Cloud- Anbieter sie nutzen wollen. Der Technology Radar basiert auf den Beobachtungen, Gesprächen und Erfahrungen der ThoughtWorks-Berater*innen bei der Lösung komplexer geschäftlicher Herausforderungen.

Mit zunehmender Reife der Cloud-Plattformen stellen die Anbieter immer mehr Tool-Bundles für das Management von Cloud-Development und -Deployment zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Artefakt-Repositories, Source Control, CI/CD-Pipelines sowie Wikis. Diese Bündelung von Tools bietet zweifellos eine bequeme Lösung für Entwickler*innen und die Procurement-Teams. Allerdings stellen diese Bundles wahrscheinlich in Summe nicht immer die beste Wahl dar.

„Diese integrierten Toolsets sind definitiv sinnvoll. Theoretisch sollten sie gut zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen", sagt Dr. Rebecca Parsons, Chief Technology Officer bei ThoughtWorks. „Es gibt jedoch auch Fälle, in denen ein Best-of-Breed-Ansatz besser geeignet ist. Wenn Unternehmen zum Beispiel die Flexibilität haben wollen, ihre Workloads zwischen Clouds verschiedener Anbieter zu verschieben, ist es hilfreich, nicht an ein Toolset gebunden zu sein."

Die 24. Ausgabe des Technology Radar beleuchtet außerdem diese Themen:

  • Plattform-Teams beschleunigen die Markteinführung: Immer mehr Unternehmen setzen auf das Konzept eines „Plattform-Teams". Dieses besteht in der Regel aus einer speziellen Gruppe, die eine interne Plattform entwickelt und unterstützt. Auf diese Weise lässt sich die Anwendungsentwicklung beschleunigen, die operative Komplexität reduzieren und die Markteinführungszeit optimieren. Mit zunehmendem Reifegrad entwickelt dieser Trend jedoch auch negative Muster, die Unternehmen vermeiden sollten. So kann es zum Beispiel Jahre dauern, bis die Entwicklung einer großen Plattform Mehrwert liefert. Hier kann ein Product-Thinking-Ansatz hilfreich sein, der zunächst klärt, welche Funktionen eine interne Plattform anbieten sollte.
  • Beständig zu komplex für eine Aufnahme in den Tech Radar: Viele der komplexen Themen, die für die Aufnahme in den Radar infrage kommen, werden schließlich als „TCTB - too complex to blip" eingestuft, d.h. sie erscheinen nicht im Technology Radar. Oft tauchen diese Themen aber immer wieder auf; darunter Monorepos, Orchestrierungsrichtlinien für verteilte Architekturen und Branching-Modelle. Wie bei vielen Themen in der Softwareentwicklung gibt es zu viele Trade-Offs, um klare Empfehlungen geben zu können.
  • Den Kontext für Coupling in der Softwarearchitektur erkennen: Das Thema eines angemessenen Kopplungsgrads in der Software-Architektur – zwischen Microservices, Komponenten, API-Gateways, Integrations-Hubs und Frontends – ist immer von großem Interesse. Viele gängige Empfehlungen ermutigen zu extremer Entkopplung. Es gibt aber nie die eine richtige Antwort: Entscheidungen müssen von Fall zu Fall getroffen werden, anstatt eine generische, aber unzureichende Lösung zu suchen.

Unter ThoughtWorks.com/radar findet sich die interaktive Version des Tech Radars. Eine PDF-Version steht zum Download bereit.

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