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Otto

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Implementierung und Go-Live von Features innerhalb von 24 Stunden

OTTO ist der zweitgrößte Versandhändler Europas. Mehr als 85% seines Umsatzes von über 2,3 Mrd. Euro wird über das Internet erwirtschaftet. Das Angebot umfasst Kleidung, Spielwaren und Unterhaltungselektronik sowie Möbel und Baumarktartikel. OTTO ist seit den 1950er Jahren im Versandhandel aktiv. Bereits 1963 folgten Telefonbestellungen und 1995 der Einstieg in den Online-Handel mit otto.de.

Die Stellung halten und ausbauen. Mit einer neuen E-Commerce-Plattform wollte sich OTTO noch schneller den Kundenwünschen und Marktanforderungen anpassen und damit die führende Stellung im deutschen E-Commerce Markt bestätigen. Seit Oktober 2013 ist die neue Plattform live. Sie wurde innerhalb von 2 Jahren auf der grünen Wiese neu entwickelt.

Die Herausforderung zu Beginn: Die technische Basis von otto.de neu ausrichten, das Getriebe eines der größten Webshops Europas im laufenden Betrieb austauschen und gleichzeitig eine Umgebung für eine hundertköpfige Entwicklungsmannschaft schaffen, die es ermöglicht, das Potential neuester Technologien auszuschöpfen.

OTTOs Strategie: die bisher betriebene Standard-Software durch eine flexiblere Eigenentwicklung ersetzen.

Technik allein ist aber noch nicht der Schlüssel zum Erfolg. OTTO setzte auf die Kombination der folgenden 3 Faktoren:

• Agile Praktiken

• Organisation und Prozesse

• Architektur und Technologie

Time-to-Market ist der bestimmende Faktor. OTTO entschied sich daher für die Einführung agiler Praktiken und Continuous Delivery und holte ThoughtWorks an Bord. Neu entwickelte Features in kürzester Zeit zu testen und direkt in die Produktionsumgebungen auszurollen gehört nun zur Selbstverständlichkeit.

Die Teams stimmten die Architektur auf die Organisation ab und entwickeln dadurch ihre Produkte unabhängig voneinander. In der Architektur wird zwischen Mikro- und Makroarchitektur unterschieden. Prinzipien wie Shared Nothing, keine gemeinsame Code Base, gehören der Makroarchitektur an und sind für alle Teams verbindlich. Die Mikroarchitektur beschreibt den Aufbau von Vertikalen und liegt in der Verantwortung der Teams.

OTTO setzt die konsequente Ausrichtung auf kleinere und flexiblere Strukturen in der Organisation und im Betrieb mit der Einführung von Microservices fort, erreicht dadurch mehr Unabhängigkeit von der Infrastruktur und steigert zusätzlich die Fähigkeit zu skalieren.

OTTO führte die Vorteile aus drei Bereichen zusammen: agile Praktiken, Kernkompetenzen aus der Produktentwicklung und eine anpassungsfähige Architektur und etablierte damit eine völlig neue Entwicklungskultur. Mit den neu ausgerichteten Entwicklerteams sind die Geschäftsbereiche von OTTO nun in der Lage, neue Funktionalitäten im Web-Shop ihren Kunden innerhalb von Tagen bereitzustellen, im laufenden Betrieb auszuwerten und schnellstmöglich auf Anforderungen des Marktes zu reagieren.

Der Livegang der neuen Plattform war ein Non-Event: keine Ausfallzeit, keine Sonderschichten. Für mehrere Millionen Nutzer war der Getriebewechsel unsichtbar. Otto.de kann sich nun täglich neu erfinden.

Weiterführende Informationen:

http://dev.otto.de

Gerade durch die Einführung von Continuous Delivery sind auch große Ereignisse wie beispielsweise die Umstellung von otto.de auf Responsive Webdesign zum Non-Event geworden.