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Boubacar Traoré

Head of Advisory

Seit Jahren geistert der Begriff “Digitale Transformation” durch die Chefetagen zahlreicher Unternehmen. Ist der Begriff immer noch relevant oder gibt es bereits eine Art “Digitale Transformation 2.0”?

Der Begriff löst bei vielen schon Ermüdungserscheinungen aus, die Relevanz von dem wofür er steht, hat aber zugenommen. Denn die Veränderungen und Auswirkungen der digitalen Transformation auf geschäftlicher und gesellschaftlicher Ebene werden immer deutlicher.

Von einer “Digitalen Transformation 2.0” würde ich aber nicht sprechen. Wir stehen immer noch am Anfang des digitalen Zeitalters. Wir merken nur langsam was es bedeutet, wenn Veränderung nicht linear, sondern exponentiell voranschreitet.

Was bedeutet digitale Transformation eigentlich konkret?

Erstens ist es die massive Durchdringung aller Bereiche durch Informationstechnologie, die einem hohem Innovationstempo unterliegt.

Zweitens verändern sich soziale Normen inkl. der Arbeitskultur. Ausgelöst wird dies durch die Anforderungen, Möglichkeiten und Auswirkungen, die der Einsatz von Informationstechnologie mit sich bringt.

All das lässt die ökonomische Bedeutung von immateriellen Gütern wachsen. Nutzen wird z.B. weniger durch einen Gegenstand definiert, als vielmehr dadurch, was man mit ihm macht und welche Einblicke durch seine Verwendung gewonnen werden.

Zudem wird immateriellen Werten eine höhere ökonomische Bedeutung zugeschrieben. Damit einher geht auch eine veränderte Wahrnehmung von Nutzen.

Welchen Ratschlag gibst du Unternehmen als erstes, wenn sie sich transformieren möchten?

Der sinnvollste nächste Schritt hängt nicht nur davon ab, wo man hin möchte, sondern auch davon wo man gerade steht. Pauschal kann ich diese Frage also nicht beantworten. Aber es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass die digitale Transformation kein Projekt ist, das man nach einigen Monaten “abschließt”. Es ist ein kontinuierlicher Wettlauf, der sowohl konkrete geschäftliche Ziele braucht, als auch eine Investition in die Stärkung der Fähigkeiten des eigenen Unternehmens. Bei ThoughtWorks bezeichnen wir dies als Aufbau der Fähigkeiten einer “Responsive Organisation”.